Gesetzgebungsvorschläge: EU-Parlamentsmonitor

Aktuelle Gesetzgebungsvorschläge, Verfahrensverfolgung und Pipeline-Status im Europäischen Parlament

Während die 10. Wahlperiode des Europäischen Parlaments in ihr zweites Jahr eintritt, befindet sich die gesetzgeberische Maschinerie der Institution in einer Phase strategischer Neukalibrierung. Die Analyse der aktuellen Gesetzgebungspipeline aus den offenen Daten des Europäischen Parlaments zeigt ein parlamentarisches Organ, das methodisch seine Ausschussstrukturen aufbaut und politische Prioritäten festlegt, bevor größere Gesetzgebungsinitiativen gestartet werden. Dieser Bericht untersucht den Stand der Gesetzgebungsvorschläge, die Ausschussbereitschaft und die politische Dynamik, die die Gesetzgebungsagenda des Parlaments für 2026 prägt.

Aktuelle Gesetzgebungsvorschläge

Bewertung der Gesetzgebungstätigkeit: 10. Wahlperiode

Aktive Überwachung Februar 2026

Der aktuelle Gesetzgebungszyklus zeigt einen abgewogenen Ansatz bei neuen Vorschlägen. Die Ausschüsse schließen ihre Organisationsphase ab und beginnen, Überweisungen von der Europäischen Kommission entgegenzunehmen. Der ENVI-Ausschuss berichtet über fünf aktive Gesetzgebungsakten, 15 produzierte Dokumente und 10 Sitzungen. Zwei Ausschussberichte wurden angenommen und 40 Änderungsanträge mit einer Annahmequote von etwa 51 Prozent bearbeitet.

Ausschussübergreifende Gesetzgebungskoordinierung

In Prüfung

Parlamentarische Ausschüsse einschließlich ITRE, ECON, LIBE und IMCO verwalten jeweils aktive Gesetzgebungsportfolios. Die Produktivitätswerte der Ausschüsse zeigen moderate Engagementniveaus mit Qualitätswerten für die Gesetzgebungsleistung von durchschnittlich über 60 Prozent.

Ordentliches Gesetzgebungsverfahren (COD)

Pipeline-Überwachung

Im ordentlichen Gesetzgebungsverfahren (COD) durchlaufen Vorschläge die Kommissionsinitiative, Ausschussüberweisung, Ausschussabstimmung, Plenarlesung und möglicherweise Trilog-Verhandlungen mit dem Rat. Die aktuelle Pipeline-Überwachung zeigt, dass sich das Parlament in einer Übergangsphase befindet.

Überblick über die Gesetzgebungspipeline

Pipeline-Gesundheit 0%
Durchsatzrate 0

Die Gesetzgebungspipeline spiegelt das für neue parlamentarische Mandate typische Frühphasenmuster wider. Die Ausschüsse haben die Anfangsphase der Wahlperiode der Einrichtung von Berichterstatterschaften und der Definition von Arbeitsprogrammen gewidmet.

Schlüsselindikatoren zeigen die Ausschussarbeitsbelastung auf beherrschbarem Niveau mit durchschnittlich fünf aktiven Gesetzgebungsdossiers pro Ausschuss und Änderungsantragsbearbeitungsraten von etwa 51 Prozent.

Folgenabschätzung

Der aktuelle Stand der Gesetzgebungsvorschläge zeigt ein Organ in seiner strategischen Vorbereitungsphase. Die fünf großen Fraktionen — EVP, S&D, Renew Europe, Grüne/EFA und EKR — weisen ähnliche Niveaus der Abstimmungsdisziplin auf, mit Anwesenheitsraten von durchschnittlich etwa 88 Prozent.

Für Interessengruppen verdienen mehrere Politikbereiche besondere Aufmerksamkeit: Umweltregulierung, digitale Governance, nachhaltige Finanzierung und Binnenmarktharmonisierung.

Die Effektivitätskennzahlen des Parlaments zeigen Verbesserungspotenzial bei der Gesetzgebungsproduktivität, wobei die Qualitätswerte für angenommene Berichte über dem Durchschnitt liegen. Eine deutliche Beschleunigung der Gesetzgebungstätigkeit wird in der zweiten Jahreshälfte 2026 erwartet.

Warum es wichtig ist

Das Verständnis des Stands der Gesetzgebungsvorschläge ist für alle, die von EU-Recht betroffen sind, von wesentlicher Bedeutung. Die aktuelle Vorbereitungsphase des Parlaments bietet Interessengruppen ein Zeitfenster, um sich am Gesetzgebungsprozess zu beteiligen, bevor wichtige Vorschläge fortgeschrittene Stadien erreichen.